Tageseinschätzung Ölpreise

28.03.2012
Folgen des Nordsee-Gaslecks weiten sich aus

In der Nordsee spitzt sich die Lage um das Gasleck des französischen Ölkonzerns Total zu. Während die britische Küstenwache am Dienstag ihre Sperrzonen in dem betroffenen Seegebiet aufrecht erhielt, begann der in der Nähe operierende Ölkonzern Shell mit der Evakuierung von Personal und unterbrach die dortige Öl- und Gasproduktion.

Das Leck in Totals Elgin-Gasfeld vor der schottischen Nordseeküste war am Sonntag entdeckt worden. Das Unternehmen hatte daraufhin seine Förderung in diesem und im Franklin-Gasfeld, die zusammen 130.000 Barrel Öl-Äquivalent am Tag produzieren, auf unbestimmte Zeit gestoppt. Wie Total mitteilte, dürfte das selbst im günstigsten Fall noch wochenlang so bleiben.

Auch im nahe gelegenen und von Shell betriebenen Shearwater-Feld, das normalerweise 50.000 Barrel Öl-Äquivalent produziert, steht die Förderung still - als Vorsichtsmaßnahme, wie der Konzern sagt, und um ohnehin geplante Reparaturarbeiten zu erledigen.

Der Unfall trifft Großbritanniens Energieversorgung zu einer Zeit, in der die Ölpreise ohnehin schon auf Rekordniveau liegen. Nach Angaben des britischen Energieministeriums und bezogen auf das erste Dreivierteljahr 2011 entspricht die Produktionslücke von insgesamt 180.000 Liter Öl-Äquivalent pro Tag einem Anteil von 8,7 Prozent an der täglichen Versorgung Großbritanniens mit Öl und Gas.

Noch ist die Ursache für das Unglück, bei dem niemand verletzt wurde, unklar. Zwar trat bisher nur eine moderate Menge an giftigem Kohlenwasserstoff aus. Doch der Zwischenfall macht erneut deutlich, welche Risiken die Öl- und Gasförderung auf offenem Meer mit sich bringt.

Für Total ist das Unglück jedoch längst eine Katastrophe: Am Dienstag brach der Aktienkurs des Unternehmens um sechs Prozent ein. Zuvor hatte Total mitgeteilt, verschiedene Möglichkeiten zu erwägen, um das Leck zu stopfen - darunter auch die zeitaufwändige Option, einen Entlastungsschacht zu bohren, um das Bohrloch dann mit Zement füllen zu können.

Ähnlich war der Ölkonzern BP bei seiner Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010 vorgegangen. Der Konzern hatte jedoch drei Monate gebraucht, um ein solches Entlastungsloch zu bohren. Das Elgin-Gasfeld liegt in ähnlicher Tiefe, so dass Total mit ähnlichen Druckverhältnissen konfrontiert ist wie damals BP.

Total-Sprecher Andrew Hogg wehrt sich jedoch gegen einen Vergleich mit dem BP-Unglück, bei dem 11 Menschen ums Leben kamen und täglich zehntausende Barrel Öl ins offene Meer geflossen waren.

Das Gasleck liegt auf Höhe der Bohrplattform, nicht auf dem Meeresgrund", wie es bei BP der Fall gewesen sei, erklärte Hogg. Als "völlig falsch" wies Hogg Berichte zurück, nach denen unterirdisch entweichendes Gas das Meer rund um das Elgin-Gasfeld "zum Kochen" bringe.

Jake Molloy von der Gewerkschaft OILC-RMT sieht das anders. Er sagt, das Total-Gasleck berge vermutlich das gravierendste Sicherheitsrisiko in der Nordsee seit der Explosion der Bohrinsel Piper Alpha im Jahr 1988.
Die betroffene Gasplattform liegt rund 240 Kilometer vor der Küste Schottlands im Meer. Augenzeugen auf der benachbarten Shell-Bohrinsel, die am Montagabend teilweise evakuiert worden war, berichteten Gewerkschafter Molloy von einer weithin sichtbaren Gaswolke über der Elgin-Plattform. "Das ist hochexplosives Gas und Kondensat. Es war richtig, dass Total umgehend alle Arbeiter evakuieren ließ", sagt Molloy.

Nach Angaben von Total-Sprecher Hogg könnte das austretende Gas aus einem gasgefüllten Gesteinsabschnitt oberhalb eines bereits 1997 stillgelegten Bohrlochs im Elgin-Feld stammen. Nach Ansicht des Unternehmens ist die Zuführung von chemischen Lösungsmitteln derzeit aber nicht erforderlich.

Total selbst weiß nicht genau, wie viel Gas aus dem Leck austritt. Immerhin aber ist der Film, den das Gaskondensat ähnlich wie Leichtöl auf der Wasseroberfläche nahe der Plattform hinterlässt, laut Unternehmenssprecher Hogg seit Montag nicht gewachsen. Er erstrecke sich über eine Länge von sechs Seemeilen, was rund 24 Tonnen Kondensat entspricht.

Unterdessen hat die britische Küstenwache zwei Sperrzonen errichtet, um Total einen besseren Zugang zur Unglücksstelle zu ermöglichen. Der Flugverkehr ist in einem Radius von drei Meilen rund um das Gasleck eingeschränkt. Schiffe müssen zwei Seemeilen vorher abdrehen. "Wir nehmen jedes Leck sehr ernst und denken, dass wir die richtigen Maßnahmen ergriffen haben", sagte der britische Energieminister Charles Hendry.

Am Markt macht sich der Vorfall bereits bemerkbar. So sind die Preise für Erdgas seit Wochenbeginn um zwei Prozent gestiegen. Gashändler rechnen mit weiteren Erhöhungen, sollte Elgins Produktion längerfristig zum Stillstand kommen.

Zudem schürt das Unglück neue Zweifel an der Funktionstüchtigkeit von Förderanlagen in der Nordsee, die häufig weit über ihre geplante Lebensdauer hinaus Öl und Gas produzieren. Das erst 2001 in Betrieb genommene Elgin-Feld ist dabei noch eines der jüngeren Beispiele in einer Region, in der noch Bohrinseln aus den Siebzigerjahren operieren.


19.03.2012
Ölpreise leicht im Plus

Die Ölpreise haben am Montag leicht im Plus gelegen. Händler sprachen von einer anhaltend guten Stimmung an den Finanzmärkten als Unterstützungsfaktor. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Morgen 125,92 US-Dollar. Das waren elf Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Lieferung stieg um 30 Cent auf 107,36 Dollar.

Schon seit Tagen werden die Ölpreise von der festen Tendenz der internationalen Aktienmärkte beflügelt. Insbesondere die geglückte Umschuldung Griechenlands und die offensichtlich robustere US-Konjunktur sorgen für größere Risikofreude unter den Anlegern. Hiervon konnten zuletzt auch Rohstoffe profitieren. Zudem sorgen geopolitische Risiken, allen voran der Streit um das iranische Atomprogramm, für Unterstützung von der Angebotsseite.



13.03.2012

Chinas Importe steigen auf Höchststand

Die Ölpreise sind in einem Umfeld allgemein schwächerer Energiepreise mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Händler machten schwächere chinesische Konjunkturdaten sowie den stärkeren US-Dollar für den Rückgang verantwortlich.China meldete das größte Handelsdefizit seit 22 Jahren, was Befürchtungen über eine chinesische Wachstumsabschwächung auslöste.

Die vorläufigen chinesischen Importdaten von Rohöl zeigten erneut einen kräftigen Anstieg. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Importe im Februar auf ein historisches Hoch und legten dabei im Jahresvergleich um über 18 Prozent zu. Nach Meinung der Rohstoffanalysten der Credit Suisse (Research Daily) werden die chinesischen Ölimporte zukünftig hoch bleiben, da China seine strategischen Ölreserven aufbaut. Aufgrund der dazu notwendigen höheren Importe sehen die Analysten die Abwärtsrisiken für den Ölpreis derzeit als begrenzt an.

Die heutige Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses sehen die Analysten als den nächsten wichtigen Kurstreiber an. Da keine Änderung des Leitzinses zu erwarten ist, werden sich die Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Ben Bernanke als entscheidend erweisen, so die Meinung.

 

Ölpreise steigen - Anleger spekulieren auf gute US-Konjunkturdaten

Die Ölpreise sind am Dienstag in Erwartung guter Konjunkturdaten aus den USA gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 125,90 US-Dollar. Das waren 56 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 58 Cent auf 107,42 Dollar.

'Die Anleger an den Ölmärkten spekulieren auf eine anhaltende Erholung der US-Wirtschaft', erklärte ein australischer Analyst die Kauflaune. Im weiteren Verlauf des Tages werden die am Markt stark beachteten Daten zum Einzelhandel in der größten Volkswirtschaft der Welt veröffentlicht. Experten erwarten hier den stärksten Anstieg seit fünf Monaten. Zuletzt hatte die Sorge vor einer Eskalation im Atomstreit zwischen dem Ölförderland Iran und den westlichen Industrienationen die Ölpreise stark nach oben getrieben.



12.03.2012
Sehr verlässlicher Preistreiber Iran-Konflikt

Als verlässlicher Preistreiber hat sich in der jüngsten Vergangenheit der Iran-Konflikt herausgestellt. Kannten bis vor Kurzem nur die wenigsten Leser die Straße von Hormus, ist sie jetzt fast jedem ein Begriff, spielt sie doch eine entscheidende Rolle im globalen Ölhandel. Drohung - Gegendrohung, so läuft das Spiel schon seit geraumer Zeit. Die große Unbekannte: Israel. In die Enge getrieben und unter Zeitdruck gesetzt, könnten sich die Israelis zu einem Präventivschlag gegen die Atomanlagen des Irans hinreißen lassen und den offenen Konflikt heraufbeschwören.
Mit großen Unbehagen sei an das Jahr 2007 erinnert, als Israel per unangekündigtem Luftschlag gegen eine syrische Anlage für Aufsehen sorgte. Offiziell handelte es sich damals um ein Agrar-Institut, inoffiziell soll es eine Anlage mit nordkoreanischer Atomtechnik gewesen sein. Israel äußerte sich bis heute nicht zum Ziel selbst, sondern räumte nur den Luftschlag als solchen ein. Während Syrien damals nur den Zeigefinger hob und Israel ermahnte, darf eine solch “diplomatische“ Reaktion im Falle des Falles nicht vom Iran erwartet werden. Kurzum: So lange der Konflikt schwelt, wird er immer ein fruchtbarer Boden für Spekulationen sein und die Ölpreise auf hohem Niveau verharren lassen. Das Worst-Case-Szenario wollen wir uns hierbei aber gar nicht erst ausmalen ...


Sehr verlässlicher Preistreiber Saisonalität

Ein Blick auf die Saisonalität verheißt nichts Gutes, denn eigentlich befinden wir uns inmitten der größten Schwächephase in der jahreszeitlichen Entwicklung der Ölpreise. Das hängt vor allem mit dem nahenden Ende der Heizperiode in unseren Breitegraden ab. Die Tanks sind leer und müssen wohl oder übel bis zum nächsten Winter aufgefüllt werden. Unter saisonalen Aspekten dürften daher die Rohölpreise ab März weiter steigen


06.03.2012
“Nothing to Spare“ - Ölreport 2012
Wir sehen überwiegend Aufwärtsrisiken für den Ölpreis. Derzeit ist der Markt noch ausreichend versorgt, eine - unserer Meinung nach wahrscheinliche - Eskalation der Iran-Krise wird den Ölpreis auf neue Allzeithochs hieven. In der Folge gehen wir davon aus, dass die gestiegenen Preise einen signifikanten Nachfrageeinbruch auslösen und die Preise später nachfolgen werden. Wir rechnen auf 1-Jahres-Sicht mit einem durchschnittlichen Ölpreis (Brent) von USD 123 je Barrel.

Die weiterhin geringe Spare Capacity macht den Ölpreis anfällig für geopolitische Spannungen. Abgesehen von Saudi Arabien verfügt kein Land über nennenswerte Reservekapazitäten. Nachdem Saudi Arabien die “magische“ Grenze von 10mb/d bislang noch nie nachhaltig überschritten hat, hegen wir leise Zweifel an der Möglichkeit 12,5mb/d produzieren zu können. Zu befürchten ist, dass sich erst im Ernstfall herausstellen wird, ob die Reservekapazität im angegebenen Umfang tatsächlich existiert. Die Entscheidung der IEA, die strategischen Reserven anzutasten, ist jedenfalls ein klares Indiz für die angespannte Angebots-Situation.

Die latent schwelende Iran-Krise scheint knapp vor einer Eskalation zu stehen. Die jüngsten Drohgebärden, Sanktionen und Embargos und der derzeit stattfindende Schattenkrieg haben die Stimmung weiter erhitzt. Es scheint, als benötige es nur noch einen kleinen Tropfen, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Auch wenn der Iran eine Blockade der Straße von Hormus vermutlich nur für kurze Zeit aufrechterhalten könnte, so wären die Konsequenzen dramatisch.

Der derzeit stattfindende Siegeslauf unkonventioneller Öl- und Gasvorkommen ist die Bestätigung für Jullian Simon's Theorien. Der Peak bei konventionellem Öl kann unserer Meinung nach mit Hilfe von unkonventionellem Öl kompensiert werden. Frei nach Mark Twain: “The reports of my death are greatly exaggerated“


28.02.2012
 
Warum Öl für Europäer teuer wie nie ist.
Seit Tagen steigt der Ölpreis fast ununterbrochen. In Euro gerechnet ist Öl teuer wie nie. Analysten verweisen auf den Konflikt mit dem Iran. Das wiederum ruft findige Spekulanten auf den Plan.
Der Ölpreis kennt nur noch eine Richtung: sieben Tage in Folge ist er fast ununterbrochen gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent kostete am Freitag rund 124 Dollar. Noch eindrucksvoller fällt die Preissteigerung aus, wenn man in Euro rechnet - dann ist Öl so teuer wie nie. Das neue Allzeithoch - aufgestellt am Donnerstag - bei 93,50 Euro. Am Freitag entspannt sich die Lage kaum, der Preis gab nur leicht nach.
Den vorherigen Rekord hatte Öl am 3. Juli 2008 bei 93,45 Euro erreicht. Damals war der Euro allerdings deutlich stärker (1,57 Dollar). Durch den schwächeren Euro bekommen die Europäer die Preissteigerung jetzt stärker zu spüren als die Amerikaner. Anders ausgedrückt: Die Europäer bekommen heute weniger Öl für ihre Euro.
Wenn es um die Gründe für den hohen Ölpreis geht, verweisen Analysten schnell auf den Konflikt mit dem Iran. „Jede neue Nachricht zum Iran ist dazu geeignet, die Risikoprämie für Öl weiter nach oben zu treiben", sagt Natalie Robertson, Rohstoff-Strategin bei der ANZ Bank.
Die USA werfen dem Iran vor, heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Und die EU hat ab Sommer ein Importverbot für iranisches Erdöl verhängt. Auch Japan erwägt, weniger zu importieren. Der Iran bestreitet die Vorwürfe und droht seinerseits, die Straße von Hormus zu blockieren, einen der weltweit wichtigsten Transportwege für Öl.


22.02.2012
Ölpreise steigen - Griechenland-Paket stützt
Die Ölpreise sind am Dienstag nach der Einigung auf ein neues Hilfspaket für Griechenland gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 120,51 US-Dollar. Das waren 46 Cent mehr als am Montag. Das Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) mit Auslieferung im März verteuerte sich um 1,48 Dollar auf 104,72 Dollar.
Die Einigung der Eurozonen-Finanzminister auf ein neues Hilfspaket für Griechenland stützte laut Händlern auch die Ölpreise. Die Befürchtungen sei gesunken, dass die Schuldenkrise in der Eurozone die Weltwirtschaft und damit auch die Ölpreise belasten könnte. Zudem stütze auch der Nervenkrieg um das iranische Atomprogramm die Ölpreise. So werden die Experten der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA bei ihrem derzeitigen Iran-Besuch nur Gespräche führen und keine Atomanlagen überprüfen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen weiter gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 119,20 Dollar. Das waren 60 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
An den Rohstoffmärkten herrscht am Dienstagabend positive Stimmung vor.
An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (März-Kontrakt) derzeit bei 105,33 Dollar (+2,08 Dollar). Der März-Kontrakt für eine Gallone Heizöl wird in New York bei 3,23 Dollar gegenüber dem Vortag 4 Cent fester gehandelt. Der März-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin wird bei 3,06 Dollar 5 Cent fester gehandelt.
Der Euro präsentiert sich an den Devisenmärkten am Dienstag gegenüber dem Dollar fester. Dabei profitierte die europäische Gemeinschaftswährung davon, dass die Finanzminister der Eurozone das 130 Mrd. Euro schwere Rettungspaket für Griechenland abgesegnet hatten.
Ölpreis klettert auf höchsten Stand seit 9 Monaten
Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt an der New Yorker Terminbörse Nymex um 2,99 Dollar auf einen Schlusstand von 106,26 Dollar. Damit klettert der Ölpreis auf den höchsten Stand seit neun Monaten. Händler begründen das deutliche Kursplus mit der Erleichterung nach der Einigung für das Rettungspaket für Griechenland und den anhaltenden Spannungen im Iran. "Dies sieht nach einer großen Infusion von spekulativem Kapital aus", so Rohstoffexperte Jim Ritterbusch von Ritterbusch & Associates. Erdgas gibt um 6 Cent auf 2,63 Dollar nach, Heizöl verteuert sich um 6 Cent auf 3,25 Dollar und der Preis für Benzin klettert um 4 Cent auf 3,06 Dollar.


20.02.2012
Iran stellt Ölexporte nach Großbritannien und Frankreich ein
Der Iran hat seine Erdölexporte nach Großbritannien und Frankreich eingestellt. Das teilte ein Sprecher des iranischen Öl-Ministeriums am Sonntag in Teheran mit. 'Der Rohöl-Export nach Großbritannien und Frankreich wurde gestoppt, und wir haben stattdessen neue Abnehmer gefunden, wurde Sprecher Ali-Reza Nikzad-Rahbar auf der Internetseite des Ministeriums zitiert. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.
Teheran hatte in jüngster Zeit immer wieder damit gedroht, den Ölexport in europäische Länder einzustellen, die sich an den wegen des Atomstreits verhängten Sanktionen beteiligen. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie ein Atomwaffenprogramm zu betreiben, und hat deshalb umfangreiche Sanktionen gegen das Land verhängt.






 
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